Nach der Begrüßung durch den Gastgeber Dr. Gustav Wirtz, stellte Dr. Hengen vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit, das Konzept MHFA – Mental Health First Aid vor. Die Kurse vermitteln Wissen darüber, wie man psychische Gesundheitsprobleme und Krisen erkennt, Betroffene anspricht und erste Unterstützung leistet. Der Vortrag rief großes Interesse hervor: Aus dem Publikum kamen unter anderem konkrete Fragen zur Dauer und zu den Kosten der Kurse und es gab auch positives Feedback von Gästen, die bereits an solch einem Kurs teilgenommen haben. Wer sich näher mit dem Angebot beschäftigen möchte, findet Informationen auf der Webseite von MHFA Ersthelfer.
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Ein Tag für Austausch und neue Perspektiven auf psychische Gesundheit
Wie können wir Menschen mit psychischen Erkrankungen besser unterstützen? Und was braucht es, damit Betroffene frühzeitig Hilfe finden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Tags der offenen Tür am 9. Oktober 2026. Unter dem Motto „Eine gesunde Gesellschaft braucht eine gesunde Psyche“ lud die SRH RPK Karlsbad im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit zu Vorträgen, Diskussionen und persönlichen Begegnungen ein.


Im zweiten Vortrag beleuchtete Dr. Gustav Wirtz die Entwicklung psychischer Erkrankungen anhand von Diagnosen und Krankschreibungen. Besonders wichtig war ihm der Blick auf Jugendliche und junge Erwachsene. Wenn psychische Erkrankungen in dieser Lebensphase unbehandelt bleiben, können ihre Folgen das gesamte weitere Leben prägen. Er sprach sich daher dafür aus, dass in Zeiten von verknappten Ressourcen, der Fokus auf dieser Altersgruppe liegen muss. Wirtz ging zudem auf die Rolle der Gesellschaft ein: Stigmatisierung kann es Betroffenen erschweren, offen über ihre Erkrankung zu sprechen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Hier Bewusstsein zu schaffen, ist eine wesentliche Aufgabe – die Woche der seelischen Gesundheit bietet nach Aussage von Dr. Gustav Wirtz den perfekten Rahmen.
Die anschließende Diskussion griff mehrere Fragen aus dem Publikum auf. Im Mittelpunkt standen die Diagnosestellung, die Frage nach den Gründen für vergleichsweise niedrige Fallzahlen bei Männern und die Frage, wie Betroffene mit einer Diagnose umgehen. Der Austausch machte deutlich, wie viele unterschiedliche Perspektiven das Thema psychische Gesundheit berührt.
Aus dem Hörsaal ging es dann an den eigentlichen Ort des Geschehens, in die Räumlichkeiten der SRH RPK selbst. Nach einem Mittagsimbiss konnten die Gäste die SRH RPK näher kennenlernen. Mitarbeitende standen für individuelle Rundgänge und Fragen zur Verfügung, die Werkstätten und Büroräume konnten besichtigt werden und auch an Infoständen ergaben sich am Nachmittag zahlreiche individuelle Gespräche – mit Teilnehmenden und Mitarbeitenden ebenso wie zwischen den Gästen untereinander. So blieb neben den Vorträgen viel Raum für persönliche Fragen und Einblicke in unsere Arbeit.
Wir danken allen Gästen für ihr Interesse und den offenen Austausch. Ein herzliches Dankeschön gilt auch allen Teilnehmenden, Mitarbeitenden und Mitwirkenden, die diesen Tag gestaltet haben.



